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Rezeptionsgeschichte der Seligen des Münsterlandes

Anna Katharina Emmerick, die Mystikerin des Münsterlandes, wurde 180 Jahre nach ihrem Tod, im Jahre 2004 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.


Schon zu ihren Lebzeiten war die unbedeutende Nonne aus dem genauso unbedeutenden Kloster in Dülmen weit über die Grenzen des Münsterlandes in den deutschen Ländern, aber auch in den europäischen Nachbarländern bekannt, obwohl sie nach der Aufhebung des Klosters, schwer erkrankt, die letzten 12 Jahre ihres Lebens ihr Zimmer nie mehr und nur selten ihr Bett verlassen konnte. Besucher an ihrem Krankenbett, z. T. von weither angereist, gaben in Gesprächen, vor allem aber auch in Briefen weiter, wie tief sie von der Begegnung mit der Stigmatisierten berührt waren.

Nach ihrem Tod fühlte sich ihr Arzt und Freund, Dr. Wesener, der sie nach ihrer Stigmatisierung fast täglich besucht hatte, gedrängt, eine kurze Biographie zu schreiben, „weil das Besondere an dieser Person fast das Interesse von ganz Europa für sich gewonnen hat, und sie gewissermaßen ein Gemeingut geworden ist.“

1833, neun Jahre nach ihrem Tod, veröffentlichte Clemens Brentano, der fast 6 Jahre lang täglich am Bett der Kranken ihre Visionen notiert hatte, das Buch: „Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach den Betrachtungen der gottseligen Anna Katharina Emmerich“. Das Buch wurde bald in viele Sprachen übersetzt und in der ganzen katholischen Welt verbreitet, und wurde das religiöse Andachtsbuch, in unendlich vielen Familien regelmäßig in der Passionszeit gelesen. Auswanderer und deutsche Missionare nahmen das Buch mit nach Amerika und bald erschienen dort auch englischsprachige Ausgaben.

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